Was gibt es schöneres

… als in der Herbstsonne huckepack über das Tempelhofer Feld zu rennen? Auf meinen Schultern, das ist übrigens unser Sohn Bela.

Ich bin 1973 in Mainz geboren, in Worms zur Schule gegangen, habe in Hamburg und Paris studiert, in Rostock und Dakar Praktika absolviert und in Bonn, Berlin und Sanaa gearbeitet. Seit ein paar Jahren lebe ich als Journalist und Fotograf mitten in Kreuzberg.

Als Reporter arbeite ich schon, seit ich in der 10. Klasse meinen ersten Artikel für die Wormser Zeitung schrieb. Zur Reportagefotografie bin ich über die Hochzeitsfotografie gekommen. Auch meine Familienfotos haben sich verändert, seit ich Hochzeiten fotografiere. Ein Freund gestellter Gruppenfotos war ich noch nie. Aber dass Bilder eine Geschichte erzählen, echte Emotionen festhalten und die kleinen und großen Momente für immer einfangen – das gilt für den «großen» Tag der Hochzeit genauso wie für jeden anderen «kleinen» Tag im Familienleben.

Was gäbe ich heute dafür, in Fotos alltäglicher Rituale aus meiner Kindheit blättern zu können. Wie sah es bei uns am Frühstückstisch aus, als ich drei war? Welche Sonntagsrituale hatten wir in den 80er Jahren? Es gibt keinen Grund, Fotoalben nur nach dem Urlaub oder den Ferien anzulegen. Der ganz normale Alltag ist es, der es verdient, festgehalten zu werden.

Wenn ich keine Familien fotografiere, dann Hochzeiten oder Portraits. Oder ich arbeite an einem Radiofeature – in meinem zweiten Beruf als Journalist. In meiner Freizeit übe ich Klavier und Ukulele, gehe schwimmen und in die Sauna. Ich liebe guten Kaffee, kräftigen Rotwein … und frische Smoothies, je nach Tageszeit.